Wir kaufen nicht jedes Gerät, über das wir schreiben, und wir behaupten es auch nicht. Ein Testlabor sind wir nicht. Was wir stattdessen tun, steht hier vollständig: welche Quellen in eine Bewertung einfließen, wie aus ihnen eine Note wird, wo die Grenzen dieses Verfahrens liegen und woran du erkennst, ob wir ein Gerät selbst in der Hand hatten.
Was wir selbst geprüft haben und was nicht
Der Unterschied ist auf jeder Seite sichtbar, ohne dass du danach suchen musst.
- Geräte, die wir selbst hatten, erkennst du an eigenen Fotos: Lieferumfang auf unserem Tisch, Verpackung, Zubehör, Gebrauchsspuren. Dort schreiben wir auch über Dinge, die in keinem Datenblatt stehen, etwa wie laut ein Gerät wirklich ist oder wie fest das Reiseetui schließt. Beim edel+white Zahnputzmeister ist das der Fall.
- Bei allen anderen Geräten steht die Bewertung ausdrücklich auf aggregierten Daten. Wir zeigen dort keine eigenen Fotos und tun nicht so, als hätten wir das Gerät benutzt.
Diese Trennung ist der Kern unserer Arbeitsweise. Ein Vergleich, der zwanzig Geräte als „getestet" ausweist, hat zwanzig Geräte nicht getestet. Wir sagen lieber, was wir wissen können und woher.
Woraus eine Bewertung entsteht
Für jedes Gerät tragen wir dieselben Quellen zusammen und halten sie gegeneinander:
- Herstellerangaben zu Technik, Ausstattung und Zubehör, direkt von der Herstellerseite und nicht aus Händlertiteln. Händlertitel sind unzuverlässig: Sie kürzen, mischen Modellvarianten und lassen Funktionen weg.
- Produktdaten und Preise der Händler, laufend abgerufen. Die Preise auf unseren Seiten sind deshalb aktuell und nicht der Stand vom Erscheinungstag.
- Kundenrezensionen in der Menge, nicht als Einzelmeinung. Interessant ist, was hunderte Käufer wiederholt schreiben, besonders bei Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit. Genau das sieht ein einmaliger Labortest nicht.
- Unabhängige Prüfungen, allen voran die Stiftung Warentest, wo es sie für ein Gerät gibt. Wo es sie nicht gibt, sagen wir das. Mundduschen etwa hat die Stiftung Warentest nie geprüft und erklärt, sie werde es voraussichtlich auch künftig nicht tun.
- Fachliche Quellen für die Wirksamkeitsfragen dahinter, also Übersichtsarbeiten und Leitlinien. Sie sind im jeweiligen Artikel verlinkt.
Die fünf Kriterien
- Reinigungstechnik: Was das Gerät technisch leistet, und ob der Nutzen belegt ist. Andruckkontrolle etwa ist das Merkmal mit dem klarsten Nutzen, weil zu festes Putzen Zahnfleisch zurückgehen lässt. Eine App ist es nicht.
- Ausstattung: Was mitgeliefert wird und was zugekauft werden muss.
- Verarbeitung und Haltbarkeit: Hier wiegen Rezensionen nach längerer Nutzung am schwersten, besonders zu Akku und Dichtigkeit.
- Handhabung: Bedienung, Gewicht, Lautstärke, Reinigungsaufwand.
- Preis und Folgekosten: Der Kaufpreis ist die kleinere Hälfte. Bürstenköpfe und Düsen laufen über Jahre weiter und übersteigen bei günstigen Geräten schnell den Anschaffungspreis. Wir rechnen sie deshalb mit.
Warum wir Noten vergeben, obwohl wir nicht jedes Gerät hatten
Weil eine Einordnung ohne Note keine Einordnung ist. Wer wissen will, welches von acht Geräten zu ihm passt, ist mit acht Beschreibungen nicht bedient.
Die Kriterien oben sind zum größten Teil aus den Quellen belegbar, ohne das Gerät in der Hand gehabt zu haben: Technik und Ausstattung stehen in den Herstellerunterlagen, Folgekosten ergeben sich aus den Preisen der Verschleißteile, und Haltbarkeit zeigt sich in vielen Rückmeldungen über längere Zeit deutlicher als in einer einzelnen Prüfung. Was daraus entsteht, ist eine begründete redaktionelle Einschätzung. Sie ersetzt kein Labor, aber sie ist mehr als eine Aufzählung von Datenblättern.
Die Grenzen davon nennen wir offen. Was sich so nicht seriös beurteilen lässt, ist die tatsächliche Reinigungsleistung im Mund. Dafür bräuchte es eine klinische Studie, und die hat kein Vergleichsportal. Wo Geräte in diesem Punkt beworben werden, prüfen wir, worauf sich die Aussage stützt, und schreiben es dazu.
Was wir nicht tun
- Keine Bewertung nach Provisionshöhe. Die Reihenfolge in unseren Tabellen richtet sich nach der Einschätzung, nicht nach der Vergütung.
- Keine bezahlten Platzierungen. Hersteller können sich bei uns nicht einkaufen.
- Keine erfundenen Testsiegel. Wenn wir ein Gerät hervorheben, steht daneben, warum.
- Keine Werbeaussagen als Tatsachen. Marketingbegriffe schreiben wir nicht ab, sondern prüfen, was dahintersteht.
Wie sich die Seite finanziert
Über Affiliate-Links. Kaufst du ein Gerät über einen Link bei uns, erhalten wir eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Wir sind Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU und arbeiten daneben mit weiteren Händlern zusammen.
Das ist ein Interessenkonflikt, und der beste Umgang damit ist, ihn zu benennen statt ihn wegzuschreiben. Praktisch heißt das: Wir empfehlen auch günstige Geräte, wenn sie reichen, obwohl an teuren mehr verdient wäre. Bei mehreren Modellen einer Reihe raten wir regelmäßig zum kleineren, weil der Aufpreis oft nur Komfortfunktionen kauft.
Fehler und Rückmeldungen
Produktdaten ändern sich, Modelle laufen aus, Nachfolger kommen mit gleichem Namen und anderer Technik. Wenn dir etwas auffällt, das nicht stimmt, schreib uns über die Kontaktseite. Wir korrigieren es und vermerken größere Änderungen im Artikel.
Und der wichtigste Hinweis zum Schluss: Diese Seite ersetzt keine zahnärztliche Beratung. Wir haben keine zahnmedizinische Ausbildung, das steht auch unter Über uns. Bei Beschwerden, Zahnfleischproblemen oder nach Eingriffen entscheidet deine Zahnarztpraxis, nicht ein Vergleichsportal.
Technikbegeisterter Blogger und immer auf der Suche nach den neuesten Gadgets. Hier auf Zahnpflegeland teile ich mit euch mein Wissen zur Mundhygiene und vergleiche die besten Zahnpflegeprodukte.