Nach der aktuellsten Auswertung der Studienlage reinigen oszillierend-rotierende Zahnbürsten am besten, und das wichtigste einzelne Ausstattungsmerkmal heißt Andruckkontrolle. Eine Netzwerk-Metaanalyse vom Juni 2026 hat 19 randomisierte Studien zusammengeführt und die Bauarten gegeneinander gestellt: Rotierend liegt vorn, Schall dahinter, die Handzahnbürste weit abgeschlagen. Dazu kommt die Aussage der Stiftung Warentest, dass gute Geräte schon ab zwölf Euro zu haben sind. Beides zusammen ergibt eine erstaunlich klare Kaufempfehlung, und die steht hier.
| Platz | Gerät | Bewertung | Empfehlung | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1Testsieger |
| 134,00 €bei Amazon Zum AngebotChip führt sie als reinigungsstärkste Schallzahnbürste. Der Aufpreis kauft Ausstattung, nicht mehr Zahnbelag weniger. | |||||||||
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| 199,99 €bei Amazon Zum AngebotTechnisch das Ende der Fahnenstange. Gemessen an dem, was zusätzlich an Zahnbelag verschwindet, ist der Preis schwer zu begründen. | |||||||||
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| 45,90 €bei Amazon Zum AngebotDas Schall-Gegenstück zur Pro 3. Sanfter am Zahnfleisch, dafür in der Studienlage eine Stufe hinter den rotierenden Geräten. | |||||||||
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| 249,00 €bei Amazon Zum AngebotDas Spitzenmodell der iO-Reihe. Technisch das Maximum, gemessen am zusätzlich entfernten Zahnbelag schwer zu begründen. | |||||||||
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| 84,89 €bei Amazon Zum AngebotDer Einstieg in Oral-Bs Magnetantrieb und aus unserer Sicht der beste Kompromiss: Bauart mit der besten Studienlage, Andruckkontrolle, und trotzdem unter hundert Euro. | |||||||||
| 6 |
| 58,99 €bei Amazon Zum AngebotWer die Ausstattung der iO nicht braucht, bekommt hier dieselbe Bauart mit Andruckkontrolle für gut die Hälfte. | |||||||||
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| 60,90 €bei Amazon Zum AngebotTechnisch die Pro 3 mit Etui. Lohnt sich nur, wenn der Preisabstand zur 3000 gering ist, und das schwankt täglich. | |||||||||
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| 45,71 €bei Amazon Zum AngebotDer günstigste Weg zu einer Andruckkontrolle. Wer nicht mehr als fünfzig Euro ausgeben will, ist hier richtig. | |||||||||
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| 18,99 €bei Amazon Zum AngebotGenau diese Klasse meint die Stiftung Warentest mit ihrem Satz, gute Geräte gebe es ab zwölf Euro. Der Haken ist die fehlende Andruckkontrolle. | |||||||||
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| 28,89 €bei Amazon Zum AngebotWir führen sie als Mahnung mit: Billig heißt nicht automatisch schlecht, hier aber schon. Die Labornote lautet ausreichend. |
Preise und Verfügbarkeit: Stand des letzten Abrufs. Preise können sich seitdem geändert haben, maßgeblich ist der Preis, der zum Kaufzeitpunkt auf der Händlerseite steht. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen, für dich ändert sich am Preis nichts.
Zur Einordnung: Diese zehn Geräte haben wir nicht selbst über Monate geputzt. Was wir getan haben, ist die Studienlage auszuwerten, die Herstellerangaben gegen die Testkriterien zu halten und die Preise live abzufragen. Die Noten in der Tabelle sind auf dieser Grundlage vergeben: Sie fassen Bauart, Ausstattung, unabhängige Testergebnisse und den aktuellen Preis zusammen. Es sind Redaktionsbewertungen, keine Labormessungen.
Bei dieser Produktgattung gibt es zwei belastbare Quellen, und sie ergänzen sich. Die Stiftung Warentest prüft einzelne Modelle im Test, zuletzt am 18. November 2025 mit 48 Modellen. So viele elektrische Zahnbürsten im Test hat in Deutschland sonst niemand, und getestet wird dort im Labor und nicht am Schreibtisch. Die zusammengefasste Forschung vergleicht Bauarten, unabhängig vom einzelnen Hersteller. Wer beide Testergebnisse kennt, braucht keine Rangliste mehr, und beim aktuellen Test hilft vor allem das Verfahren dahinter.
Interessant ist zunächst, wie die Stiftung Warentest misst, denn daran lässt sich jedes andere Siegel messen: Dreißig Testpersonen putzen jedes Gerät unter Aufsicht, nachdem sie mindestens zwölf Stunden nicht geputzt haben. Eine Fachkraft beurteilt den Zahnbelag vor und nach dem Zähneputzen. Bewertet werden Zahnreinigung, Handhabung und Haltbarkeit, wobei die Zahnreinigung am schwersten wiegt. Dazu kommt ein Dauerlauf über 2.250 Prüfzyklen, was etwa sechs Jahren Nutzung durch zwei Personen entspricht. Was dabei herauskommt, deckt sich mit dem, was dir jeder Zahnarzt und jede Zahnärztin in der Prophylaxe sagt: Entscheidend ist, dass überhaupt gründlich geputzt wird.
Die zweite Quelle ist die Netzwerk-Metaanalyse in Clinical Oral Investigations vom Juni 2026, die 19 randomisierte kontrollierte Studien ausgewertet und die Technologien nach ihrer Wahrscheinlichkeit sortiert hat, zu den wirksamsten zu gehören:
| Bauart | Rangwert | Typische Geräte |
|---|---|---|
| oszillierend-rotierend | 89,2 Prozent | Oral-B Pro, Oral-B iO |
| Schallzahnbürste | 72,4 Prozent | Philips Sonicare, Oral-B Pulsonic |
| Ultraschallzahnbürste | 54,1 Prozent | emmi-dent, Megasonex |
| sonstige elektrische | 45,3 Prozent | U-förmige Bürsten |
| Handzahnbürste | 18,3 Prozent | zum Vergleich |
Die Schlussfolgerung der Autoren im Wortlaut: „Oscillating-rotating electric toothbrushes demonstrated the highest probability of being among the most effective interventions for reducing plaque and gingivitis among the compared technologies."
Was daraus folgt und was nicht. Es folgt: Wenn du dich nur nach der Datenlage richtest, kaufst du eine rotierend-oszillierende Zahnbürste, also eine gute elektrische Zahnbürste mit rundem Kopf. Es folgt nicht, dass Schallzahnbürsten schlecht sind, denn der Abstand zur Handzahnbürste ist bei beiden Bauarten riesig, der zwischen ihnen dagegen überschaubar. Die Unterschiede innerhalb einer Bauart sind größer als die zwischen ihnen, und genau deshalb ist die Frage nach dem einzelnen Gerät wichtiger als die nach dem Prinzip.
| Rotationszahnbürste | Schallzahnbürste | |
|---|---|---|
| Bewegung | runder Kopf dreht hin und her | länglicher Kopf schwingt schnell |
| Putztechnik | Zahn für Zahn ansetzen | langsam an der Zahnreihe entlangführen |
| Gefühl | spürbar mechanisch | sanfter, kribbelnd |
| Stärke bei | gezielter Reinigung, Zahnzwischenräumen | empfindlichem Zahnfleisch, größeren Flächen |
| Studienlage | beste Belege | gute Belege, eine Stufe dahinter |
| Bürstenköpfe | klein und rund, günstig | länglich, meist teurer |
Praktisch heißt das: Wer zu festem Aufdrücken neigt oder empfindliches Zahnfleisch hat, kommt mit Schall meist besser zurecht. Wer das Gefühl mag, jeden Zahn einzeln abzuarbeiten, greift zur rotierenden Bürste. Beides funktioniert, wenn die Technik stimmt und die Führung sitzt. Marken wie Curaprox, deren Zahnbürsten in vielen Zahnarztpraxen liegen, setzen ebenfalls auf Schall. Zur dritten Bauart, dem Ultraschall, haben wir einen eigenen Vergleich, dort liegt der Fall anders.
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84,89 €bei Amazon
Zum AngebotWenn du diesen Beitrag nur überfliegst und eine Empfehlung mitnehmen willst, dann diese. Die iO Series 5 ist die günstigste Zahnbürste mit Oral-Bs Magnetantrieb, der leiser läuft und weniger vibriert als der klassische. Dazu kommen eine Andruckkontrolle mit farbigem Leuchtring, fünf Putzmodi und ein kleines Display am Handstück.
Damit hast du die Bauart mit der besten Studienlage, das wichtigste Ausstattungsmerkmal und einen Preis unter hundert Euro. Für die meisten Haushalte ist hier der Punkt erreicht, an dem mehr Geld vor allem mehr Ausstattung kauft.
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58,99 €bei Amazon
Zum AngebotDie Pro 3 arbeitet mit dem klassischen Oral-B-Antrieb statt mit Magnettechnik, und rotierende Zahnbürsten entfernen den Belag dabei Zahn für Zahn, hat aber ebenfalls eine Andruckkontrolle, und die leuchtet hier sogar besonders deutlich rot auf. Drei Putzmodi, Timer mit Quadrantensignal, Aufsteckbürsten in jedem Drogeriemarkt.
Ehrlich gesagt ist das die vernünftigere Wahl als die iO 5, wenn dir Laufruhe und Display egal sind. An der Reinigungsleistung ändert der Antrieb nach allem, was sich belegen lässt, wenig. Die Pro 3 3500 daneben ist technisch dasselbe Gerät mit Reise-Etui, sie lohnt sich nur bei geringem Preisabstand.
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60,90 €bei Amazon
Zum Angebot| Bedienung: | ![]() |
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18,99 €bei Amazon
Zum AngebotFür rund zwanzig Euro bekommst du hier die rotierende Bauart mit zwei Putzmodi und einem Timer. Genau diese Klasse meint die Stiftung Warentest, wenn sie sagt, gute Geräte gebe es ab zwölf Euro. Als Zweitgerät, für die Reise oder für den Einstieg ist das eine ehrliche Empfehlung.
Der Haken steht nicht auf der Packung: Eine Andruckkontrolle hat sie nicht. Wer dazu neigt, fest aufzudrücken oder sein Putzverhalten nicht einschätzen kann, ist mit dreißig Euro mehr für die Pro 3 auf Dauer besser bedient. Zurückgegangenes Zahnfleisch wächst nicht nach.
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45,71 €bei Amazon
Zum AngebotDie Nachfolgerin der ausgelaufenen Pro 600 und der direkte Gegenentwurf zur Vitality Pro: Sie hat einen Drucksensor, der laut Oral-B die Pulsationen stoppt, wenn zu fest geputzt wird. Dieselbe Automatik bietet Philips erst im Spitzenmodell für 189 Euro. Was fehlt, ist nur die optische Anzeige dazu, den 360-Grad-Leuchtring gibt es erst in der Pro-3-Reihe. Dazu drei Putzprogramme und ein Vier-Zonen-Timer. Für unter 40 Euro im günstigsten Angebot ist das die ehrlichste Zahnbürste im Feld. Ausführlich im Einzeltest der Pro Series 1.
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45,90 €bei Amazon
Zum AngebotDie günstigste Sonicare mit Drucksensor und damit das direkte Gegenstück zur Pro 3. Drei Intensitätsstufen, Zwei-Minuten-Timer mit Quadrantensignal, Reiseetui, und mit Schalltechnologie, die beim Putzen deutlich sanfter wirkt als der rotierende Antrieb. Wer weiß, dass er Schall angenehmer findet, macht hier nichts falsch.
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134,00 €bei Amazon
Zum AngebotDie DiamondClean 9000 bringt vier Putzmodi, drei Intensitätsstufen, App-Anbindung, ein Ladeglas und ein USB-Reiseetui mit. Sie steht im Testfeld der Stiftung Warentest von 2025, dort allerdings mit 220 Euro geführt, während sie im Handel ab 134 Euro kostet. Ausführlich im Einzeltest der DiamondClean 9000.
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199,99 €bei Amazon
Zum AngebotDie iO Series 9 ist das rotierende Gegenstück dazu, mit sieben Putzmodi, interaktivem Display und einer Andruckkontrolle, die in drei Farben zurückmeldet. Zu den Ausstattungsmerkmalen der Reihe gehören auch die kleineren Geschwister Oral-B iO2 und Oral-B iO3, also die Oral-B iO Series 2 und die Oral-B iO Series 3, die den Magnetantrieb ohne Display bieten und im Preis zwischen der Pro 3 und der iO 5 liegen.
Für beide Spitzenmodelle gilt dasselbe: Technisch beeindruckend, und vor dem Hintergrund der Warentest-Ergebnisse trotzdem schwer zu begründen. Nichts an App, Display oder siebtem Putzmodus entfernt zusätzlichen Zahnbelag.
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249,00 €bei Amazon
Zum AngebotDas teuerste Gerät im Feld, und das einzige mit einer Ladestation, die während des Putzens anzeigt, welche Bereiche noch fehlen. Zwei Redaktionen haben es selbst getestet und mit Bestnoten bewertet. Der Haken: Gegenüber der 50 Euro günstigeren iO Series 9 ändert sich außer dieser Station nichts, weder an den sieben Putzmodi noch am Display, an der Andruckkontrolle oder der Reinigungsleistung. Und die Station koppelt nur mit einer einzigen Zahnbürste, in einem Zweipersonenhaushalt nützt sie also nur einem. Ausführlich im Einzeltest der iO Series 10.
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28,89 €bei Amazon
Zum AngebotDiese Handelsmarke steht hier als Gegenprobe zur eigenen These. Billig heißt nicht automatisch schlecht, sagen wir oben, und die Lächen zeigt, wo die Grenze verläuft: Die Stiftung Warentest gab ihr ein ausreichend, mit schwacher Zahnreinigung als Hauptkritik, obwohl sie mit bis zu 48.000 Bewegungen wirbt. Warum genau, steht im Einzeltest der Lächen Sonic.
Beide großen Hersteller führen ein Dutzend Modelle, und die Nummerierung ist der häufigste Grund für Fehlkäufe. Hier die Ordnung dahinter:
| Reihe | Stufen | Was sich mit jeder Stufe ändert |
|---|---|---|
| Braun Oral-B Pro | Vitality Pro, Pro 3, Pro Series 3 Plus | Putzprogramme, Andruckkontrolle ab Pro 3 |
| Oral-B iO | iO2, iO3, iO4, iO5, iO6, iO9, Oral-B iO Series 10 | Display, Zahl der Modi, Ladegerät und Etui |
| Philips Sonicare | 3100, Philips Sonicare 5300, die Philips Sonicare 7100 elektrische Zahnbürste, DiamondClean 9000, Philips Sonicare 9900 Prestige | Intensitätsstufen, App, Ladeglas |
| Dentalmarken | etwa die Curaprox Hydrosonic Pro | Bürstenkopftypen statt Elektronik |
Die wichtigste Grenze verläuft nicht zwischen den Reihen, sondern innerhalb. Bei Oral-B stoppt schon die Pro Series 1 für unter 40 Euro laut Hersteller die Pulsationen, wenn zu fest geputzt wird; die visuelle 360-Grad-Andruckkontrolle mit Leuchtring beginnt dann mit der Pro 3. Bei Philips beginnt sie mit der 3100. Alles darunter ist ein Sparmodell, alles darüber kauft Ausstattung. Die Oral-B iO10 und die Philips Sonicare 9900 Prestige führen dieselbe Bauart wie die Geräte für ein Drittel des Preises.
Zur Einordnung nach oben: Spitzenmodelle mit App, Display und Ladeetui kosten neu bis zu 300 Euro, in Bundles auch mehr als 300 Euro. Nach der Datenlage der Stiftung Warentest putzen Geräte für einen Bruchteil davon genauso gründlich. Wer verschiedene Putzprogramme und ein Display möchte, zahlt dafür, nicht für sauberere Zähne.
Und noch eine Einordnung zur Zahl, mit der am lautesten geworben wird: Schwingungen pro Minute sind kein Qualitätsmerkmal. Wie gut ein Gerät putzt, hängt ebenso an der Bewegungsamplitude, am Borstenfeld und daran, wie viel von der Bewegung überhaupt am Zahn ankommt. Welche Modelle überzeugen wirklich, sagt kein Wert auf der Packung, sondern nur ein Labortest mit benanntem Verfahren.
Der Gerätepreis ist die kleinere Hälfte der Rechnung. Wer die Folgekosten über fünf Jahre mitrechnet, kommt oft zu einer anderen Kaufentscheidung, als der Preis im Regal nahelegt:
| Posten | über fünf Jahre | Anmerkung |
|---|---|---|
| Gerät | 19 bis 300 Euro | einmalig |
| Bürstenköpfe | 100 bis 200 Euro | bei Wechsel alle drei Monate |
| Zahnpasta | 60 bis 120 Euro | unabhängig vom Gerät |
| Ersatz-Ladegerät | 0 bis 30 Euro | nur bei Verlust oder Defekt |
Daraus folgt eine unangenehme Rechnung für die günstigen No-Name-Geräte: Wenn die Aufsteckbürsten nur über ein einzelnes Onlinelisting zu bekommen sind, ist das Gerät nach dessen Verschwinden wertlos. Ein Markengerät für unter 50 Euro mit Köpfen aus dem Drogeriemarkt ist über fünf Jahre die günstigere Lösung als ein Zwanzig-Euro-Gerät mit gebundenem Zubehör.
Wenn du nach diesem Abschnitt nur eine Zahl im Kopf behältst, dann die: Etwa sechzig Euro kostet der Einstieg in ein Markengerät mit Andruckkontrolle. Alles darunter ist ein Kompromiss, alles darüber Ausstattung.
Der Grund ist simpel. Elektrische Zahnbürsten arbeiten von selbst, man muss sie nur führen. Für die tägliche Zahnpflege ist das der eine Punkt, an dem sich Geld tatsächlich in Gesundheit umsetzt. Fast alle Menschen drücken trotzdem auf, weil sich das nach Gründlichkeit anfühlt. Das Ergebnis ist zurückgehendes Zahnfleisch und freiliegende Zahnhälse, und beides kommt nicht zurück. Eine Andruckkontrolle unterbricht diesen Kreislauf, indem sie warnt oder die Leistung drosselt. Die Stiftung Warentest bewertet sie eigens, und zwar nicht nur, ob sie vorhanden ist, sondern ob sie tatsächlich vor Schäden schützt.
Was dagegen selten den Ausschlag geben sollte: App-Anbindung, Reinigungsmodi jenseits von zwei oder drei, ein Display am Handstück, ein Ladeglas, das Reise-Etui. Nett, aber keines dieser Merkmale entfernt zusätzlichen Zahnbelag. Achte stattdessen darauf, dass die Ladestation ins Bad passt und die Aufsteckbürsten in der Variante erhältlich sind, die du brauchst.
Der Hersteller empfiehlt den Wechsel alle drei Monate, und das ist keine Verkaufsmasche: Abgespreizte Borsten reinigen messbar schlechter und können das Zahnfleisch reizen. Bei einem Wechsel alle drei Monate summieren sich die Köpfe über fünf Jahre je nach Marke auf 100 bis 200 Euro und übersteigen damit den Gerätepreis. Das ist der Posten, den fast jeder Vergleich unterschlägt.
Die Technik unterscheidet sich je nach Bauart, und beide Male gilt: Man drückt nicht und schrubbt nicht.
Wer bei Amazon nach elektrischen Zahnbürsten sucht, sieht in den Produkttiteln reihenweise „Testsieger 2026". Besonders auffällig ist das bei Direktmarken wie Wondersmile und Happybrush, die die Auszeichnung gleich im Produkttitel mitführen. Die Prüffrage ist immer dieselbe: Wer hat wann was gemessen?
Der Warentest-Ablauf oben mit dreißig Testpersonen, Belagmessung und 2.250 Dauerzyklen zeigt, wie aufwendig eine elektrische Zahnbürste im Test wirklich geprüft wird. Das macht niemand nebenbei für eine Bestsellerliste, und wer mit dem Titel elektrische Zahnbürsten-Testsieger 2026 wirbt, hat ihn meist auch nicht dort erworben. Die Direktmarken sind dabei besonders findig: Die Wondersmile Wonderbrush Pro und die Happybrush Eco Vibe 3 führen den Titel im Produktnamen, ohne dass sich das Verfahren dahinter nachlesen ließe.
| Deine Lage | Worauf es ankommt | Aus unserem Vergleich |
|---|---|---|
| erste elektrische Zahnbürste | Andruckkontrolle, gute Bauart | Oral-B Pro 3 3000 |
| möglichst günstig | Markengerät statt No-Name | Oral-B Vitality Pro |
| empfindliches Zahnfleisch | elektrische Schallzahnbürste, weiche Aufsteckbürsten | Philips Sonicare 3100 |
| wer viel reist | Etui und lange Akkulaufzeit | Oral-B Pro 3 3500 |
| bestes Gesamtpaket | Magnetantrieb plus Andruckkontrolle | Oral-B iO Series 5 |
| Zahnspange | weiche Borsten, kleiner Kopf | eigener Ratgeber |
| Kinder | kindgerechte Größe und Leistung | eigener Ratgeber |
Drei Punkte, die im Datenblatt klein stehen und im Alltag groß werden:
Eine elektrische Zahnbürste hält bei ordentlicher Behandlung fünf bis acht Jahre, und meistens gibt der Akku zuerst auf. Was die Lebensdauer verlängert:
Es gibt nicht die eine beste. Nach der Datenlage ist die sinnvollste Wahl für die meisten ein rotierendes Markengerät mit Andruckkontrolle im Bereich von sechzig bis hundert Euro, etwa die Oral-B Pro 3 3000 oder die iO Series 5. Die richtige Zahnbürste ist damit weniger eine Frage des Modells als der Kombination aus Andruckkontrolle, weichem Bürstenkopf und richtiger Führung. Wer die besten elektrischen Zahnbürsten sucht, sucht eigentlich nach diesen drei Dingen.
Ja, und der Abstand ist deutlich. In der Metaanalyse vom Juni 2026 erreicht die Handzahnbürste 18,3 Prozent, rotierende Geräte 89,2. Eine gut geführte Handzahnbürste schlägt allerdings jede elektrische, die nur dreißig Sekunden zum Einsatz kommt.
Die Stiftung Warentest kürt keine Marke pauschal, sondern bewertet jedes Gerät einzeln, zuletzt im November 2025 mit 48 Modellen im Test. Ihre für Käufer wichtigste Aussage ist, dass gute Geräte schon ab zwölf Euro zu haben sind. Die Einzelnoten stehen im kostenpflichtigen Bericht auf test.de.
Zwei bis vier Wochen Akkulaufzeit sind bei aktuellen Geräten üblich und reichen völlig. Werbeangaben von sechzig Tagen sollte man halbieren. Wichtiger als die Laufzeit ist, dass die Ladestation einen festen Platz bekommt, dann stellt sich die Frage nie.
Alle drei Monate, oder früher, wenn die Borsten sichtbar abgespreizt sind. Abgenutzte Borsten reinigen schlechter und reizen das Zahnfleisch. Viele Geräte erinnern selbst daran, etwa über eine Verfärbung der Borsten.
Bei richtiger Anwendung nicht. Schäden entstehen durch zu festes Aufdrücken und durch stark abrasive Zahnpasta, nicht durch die Bewegung selbst. Deshalb sind eine Andruckkontrolle und eine Zahnpasta mit moderatem Abrieb die beiden wirksamsten Schutzmaßnahmen.
Für die meisten nicht dauerhaft. Als Lernhilfe in den ersten Wochen kann sie nützlich sein, weil sie zeigt, welche Bereiche man vernachlässigt. Danach bleibt sie meist ungenutzt. Ein Gerät allein wegen der App zu wählen, lohnt sich nicht.
Der Bereich von sechzig bis hundert Euro deckt alles ab, was die Zahngesundheit betrifft: Markengerät, Andruckkontrolle, Timer, überall erhältliche Aufsteckbürsten. Darunter fehlt meist die Andruckkontrolle, darüber kauft man Ausstattung. Und die Bürstenköpfe für fünf Jahre gehören in dieselbe Rechnung.