Philips Sonicare 9900 Prestige Test 2026

SenseIQ misst hundertmal pro Sekunde und regelt selbst herunter

Alex

Letztes Update: 4. August 2026

Die Philips Sonicare DiamondClean Prestige 9900 ist das Spitzenmodell der alten Sonicare-Reihe: fünf Putzmodi, drei Intensitätsstufen und SenseIQ, das den Druck nicht nur meldet, sondern die Leistung selbst zurücknimmt. Verkauft wird sie fast überall mit demselben Argument, dem Testsieg bei der Stiftung Warentest. Der stimmt, ist aber von 2021, und im aktuellen Test taucht das Gerät gar nicht mehr auf.

Philips Sonicare 9900 Prestige Schallzahnbürste
Philips 9900 Prestige
  • SenseIQ passt Leistung automatisch an
  • A3 Premium-Bürstenkopf
  • Ladeetui
  • Spitzenmodell der Reihe
Bedienung:4.5 out of 5 stars
Features:5 out of 5 stars
Reinigung:5 out of 5 stars
Preis:2.5 out of 5 stars

189,00 €bei Amazon

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Testsieg stammt aus Warentest 12/2021. Die Bestnote „sehr gut (1,4)" galt der Einzeldisziplin Zahnreinigung, und verbreitet wurde sie über eine Philips-Pressemitteilung.
  • Im aktuellen Warentest vom 18. November 2025 mit 48 Modellen ist die Prestige 9900 nicht vertreten. Der Titel ist also weder widerlegt noch bestätigt, er ist schlicht fünf Jahre alt.
  • SenseIQ ist der einzige echte Unterschied zur günstigeren 9000. Es erfasst laut Philips „Druck, Bewegung und Abdeckung bis zu 100 Mal pro Sekunde" und regelt die Intensität selbsttätig herunter.
  • Vier Modellnummern, zwei Preise. HX9992/11 und /12 kosten 189 Euro mit einem Bürstenkopf, /43 und /44 kosten 287 bis 300 Euro mit vier. Die drei Extraköpfe erklären den Aufpreis nur zur Hälfte.
  • Seit Juli 2026 gibt es eine neue 9900 Prestige mit anderer Modellnummer und 449,99 Euro Preisschild.

Der Testsieger-Titel und was seither passiert ist

Kaum ein Angebot zu dieser Zahnbürste kommt ohne das Wort Testsieger aus. Der Reihe nach, denn die Sache hat drei Ebenen, und nur die erste steht üblicherweise im Angebot.

Erstens, der Titel ist echt. Die Stiftung Warentest hat in Ausgabe 12/2021 elf neue elektrische Zahnbürsten neben den sieben besten Modellen der Vorjahre geprüft, und die Prestige 9900 wurde Gesamttestsieger. In der Disziplin Zahnreinigung bekam sie den Bestwert „sehr gut (1,4)". Das ist keine erfundene Auszeichnung und kein Portal-Aggregat aus Kundenbewertungen, sondern ein Labortest.

Zweitens, die 1,4 ist nicht die Gesamtnote. Sie gilt der Zahnreinigung, also einer von mehreren Kategorien. Verbreitet wurde die Zahl über eine Philips-Pressemitteilung vom 27. Juni 2022, was ihre Richtigkeit nicht schmälert, ihre Auswahl aber erklärt. Ein Hersteller zitiert die Kategorie, in der er am besten abgeschnitten hat.

Drittens, und das ist der Punkt, den niemand erwähnt: Die Stiftung Warentest hat inzwischen neu getestet. Am 18. November 2025 erschien eine Untersuchung von 48 elektrischen Zahnbürsten. Von Philips stehen darin die Modelle 2100, 3100 Series, 5500, 7100, 9000 DiamondClean und 9400. Die Prestige 9900 fehlt. Was das bedeutet, sagen wir nicht, weil wir es nicht wissen: Ein Modell kann aus vielen Gründen nicht im Testfeld sein. Sicher ist nur, dass der Titel aus einem Testfeld von achtzehn Geräten stammt und das aktuelle Feld 48 umfasst.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Das Gerät hat einen echten Labortest gewonnen, und dieser Test ist alt. Wer heute die beste geprüfte Reinigungsleistung sucht, findet die Antwort in der aktuellen Untersuchung und nicht auf dem Karton.

SenseIQ: was die Technik wirklich macht

Die SenseIQ Technologie ist das Merkmal, für das man hier bezahlt, und ausnahmsweise ist der Marketingname nicht leer. Philips beschreibt sie auf der deutschen Produktseite zur Sonicare DiamondClean 9900 Prestige so: Die Technologie „erfasst Druck, Bewegung und Abdeckung bis zu 100 Mal pro Sekunde beim Putzen". Und weiter: „Wenn Sie zu viel Druck ausüben, passt die Zahnbürste die Intensitätsstufe automatisch an, um Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch zu schonen." Das ist eine schonende Reinigung im Wortsinn, weil das Gerät die Leistung zurücknimmt, bevor Schaden entsteht.

Der Unterschied zur günstigeren DiamondClean 9000 steckt im zweiten Satz. Deren optischer Drucksensor warnt mit einer Vibration und überlässt dir die Entscheidung. SenseIQ nimmt sie dir ab und drosselt die Leistung selbst. Wenn du zu den Menschen gehörst, die eine Warnung wahrnehmen und trotzdem weiter aufdrücken, ist das ein echtes Argument. Wenn du auf Warnungen reagierst, zahlst du 40 bis 55 Euro für eine Automatik, die du nicht brauchst.

Ein Detail, das im Alltag mehr ausmacht als die Sensorik: Der beiliegende A3 Premium All-in-One Bürstenkopf ist, wie der Name sagt, ein Kompromisskopf für die ganzheitliche Pflege. Bei der 9000 liegt stattdessen der C3 bei, der auf Belagentfernung spezialisiert ist. Wer einen bestimmten Schwerpunkt hat, etwa empfindliches Zahnfleisch, kauft den passenden Kopf ohnehin dazu, und dann ist dieser Unterschied hinfällig.

Auswerten lässt sich das Ganze über die Philips Sonicare App, die per Bluetooth mitschreibt und die Abdeckung in Echtzeit visualisiert. Pflicht ist sie nicht: Alle fünf Programme, alle Intensitätsstufen und die automatische Regelung laufen auch ohne Telefon. Die App zeigt vor allem, wo man dauerhaft zu kurz putzt, und das sind bei den meisten dieselben zwei Stellen.

Vorteile und Nachteile

Dafür

  • SenseIQ regelt bei zu viel Druck selbsttätig herunter, statt nur zu warnen
  • Gesamttestsieger der Stiftung Warentest 12/2021 mit „sehr gut (1,4)" in der Zahnreinigung
  • Fünf Putzprogramme, zwei mehr als die DiamondClean 9000
  • Ladeetui mit USB und Ladestation liegen beide bei
  • A3 Premium All-in-One Bürstenkopf mit BrushSync-Erkennung im Lieferumfang
  • Der Preis ist seit dem Testsieg von 2021 deutlich gefallen

Dagegen

  • Philips nennt weder Akkulaufzeit noch Ladezeit, weder auf der Produktseite noch im Handbuch
  • Die Putzprogramme werden auf der deutschen Produktseite nicht einmal aufgezählt
  • A3-Bürstenköpfe kosten ab 11,25 Euro pro Stück und damit deutlich mehr als die C3-Köpfe der 9000
  • Kein Ladeglas im Lieferumfang, anders als bei der günstigeren 9000
  • Ein Ersatz-Ladeetui kostet beim Drittanbieter rund 50 Euro
  • Im aktuellen Warentest von 2025 nicht mehr vertreten
  • Vier Modellnummern derselben Reihe mit über 100 Euro Preisunterschied

Technische Daten

ModellHX9992/12 Mitternachtsblau, baugleich mit /11 Champagner
AntriebSchall, 62.000 Borstenbewegungen pro Minute
Putzprogramme5: Clean, White+, Gum Care, Deep Clean, Sensitive (Handelsangabe)
Intensitätsstufen3 (Handelsangabe)
AndruckkontrolleSenseIQ, misst bis zu 100 Mal pro Sekunde und regelt selbsttätig herunter
BürstenkopfA3 Premium All-in-One mit BrushSync
Bürstenkopfwechselalle drei Monate laut Handbuch
Akkulaufzeitvon Philips nicht angegeben
Ladezeitvon Philips nicht angegeben
LieferumfangHandstück, 1 A3-Bürstenkopf, USB-Ladeetui, Ladestation, USB-Kabel mit Netzteil

Die drei Leerstellen in dieser Tabelle sind kein Versehen. Wir haben die deutsche Produktseite, die Support-Seite und das Benutzerhandbuch durchgesehen: Philips nennt für die Prestige 9900 keine Akkulaufzeit und keine Ladezeit. Das Handbuch formuliert nur, das Gerät biete „several weeks of use on a single charge", also mehrere Wochen je nach Nutzung. Auch die Anzahl der Putzprogramme steht auf der Produktseite nicht, die fünf Modi und ihre Namen stammen aus den Angaben des Handels. Eine Wasserschutzklasse wie IPX7 haben wir ebenfalls nirgends belegt gefunden, das Gerät gilt schlicht als duschtauglich.

Das ist bemerkenswert für ein Gerät dieser Preisklasse. Bei der günstigeren DiamondClean 9000 stehen dieselben Angaben teils im Handbuch, teils auf der Produktseite. Wir schreiben die Zahlen deshalb nicht ab, sondern lassen die Zeilen leer. Eine fehlende Angabe ist ehrlicher als eine, die irgendwo aus einem Shoptext abgeschrieben wurde.

Die fünf Putzprogramme

Fünf Programme klingen nach mehr Auswahl als die vier der 9000, und das sind sie auch. Der Zugewinn heißt Sensitive und richtet sich an empfindliche Zähne und freiliegende Zahnhälse. Die übrigen decken dieselben Aufgaben ab wie im Schwestermodell:

  • Clean für die tägliche Reinigung
  • White+ gegen oberflächliche Verfärbungen
  • Gum Care für die Pflege des Zahnfleischrands
  • Deep Clean für die gründlichere Runde
  • Sensitive für empfindliche Zähne, das Programm, das der 9000 fehlt

Kombiniert mit drei Intensitätsstufen ergibt das fünfzehn Einstellungen. Ehrlicherweise nutzt kaum jemand mehr als zwei davon, und die Programmvielfalt ist deshalb ein schwaches Kaufargument. Wer wirklich empfindliche Zähne hat, kommt mit der niedrigsten Intensität eines beliebigen Programms meist genauso weit wie mit einem eigenen Sensitive-Modus.

Was die Werbeversprechen bedeuten

Auf der Verpackung stehen zwei große Zahlen. Beide stimmen, und beide beziehen sich auf etwas anderes, als die meisten annehmen.

VersprechenVerglichen womitWas das heißt
„20 x mehr Plaque-Entfernung"im Vergleich zu einer HandzahnbürsteKein Vergleich innerhalb der Kategorie. Die DiamondClean 9000 wirbt an derselben Stelle mit dem Zehnfachen, ebenfalls gegen die Handzahnbürste.
„15 x gesünderes Zahnfleisch in 6 Wochen"im Vergleich zu einer HandzahnbürsteGilt für den Zeitraum von sechs Wochen und gegen manuelles Zähneputzen, nicht gegen ein anderes elektrisches Gerät.

Beide Angaben tragen bei Philips eine Fußnote, das ist korrekt ausgewiesen. Der Vergleich der beiden Modelle untereinander ist trotzdem aufschlussreich: Die Prestige verspricht, sie entfernt bis zu 20 x mehr Plaque, die 9000 nennt das Zehnfache, und beide messen gegen dieselbe Handzahnbürste. Die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Prüfaufbauten mit unterschiedlichen Bürstenköpfen und lassen sich nicht gegeneinander verrechnen. Wer daraus schließt, die Prestige putze doppelt so gut wie die 9000, liest mehr hinein, als drinsteht.

Was die Schalltechnologie tatsächlich leistet, hängt ohnehin weniger am Gerät als am Putzstil. Der Bürstenkopf schwingt seitlich und treibt die Flüssigkeit aus Speichel und Zahnpasta in die Zahnzwischenräume, deshalb führt man die Bürste langsam an der Zahnreihe entlang, statt zu schrubben. Wer seine Putzgewohnheiten nicht umstellt, holt aus einem 189-Euro-Gerät nicht mehr heraus als aus einem für 60 Euro. Genau an dieser Stelle setzt SenseIQ an, indem es das Putzverhalten misst, statt es dem Zufall zu überlassen.

Vier Modellnummern, zwei Preise

Die Prestige 9900 läuft bei Amazon unter vier Modellnummern, und der Preisunterschied ist erheblich. Am Handstück ändert sich dabei nichts, der Unterschied steckt im Karton:

ModellFarbeBürstenköpfePreis
HX9992/12Mitternachtsblau1189,00 Euro
HX9992/11Champagner1189,00 Euro
HX9992/43Schwarz4286,90 Euro
HX9992/44Champagner4299,95 Euro

Rechnen wir kurz nach, denn das lohnt sich hier ausnahmsweise. Drei zusätzliche A3-Köpfe kosten einzeln zwischen 34 und 45 Euro. Der Aufpreis der großen Pakete liegt aber bei 98 bis 111 Euro. Das Zubehör erklärt also weniger als die Hälfte der Differenz. Woher der Rest kommt, konnten wir nicht klären, weder Philips noch der Handel stellen die Varianten irgendwo gegenüber. Praktisch heißt das: Nimm die 189-Euro-Variante und kaufe Bürstenköpfe einzeln nach, das ist rund 60 Euro günstiger als dasselbe Gerät im großen Karton.

Seit Juli 2026 gibt es eine zweite Prestige 9900

Philips hat am 9. Juli 2026 eine Next-Generation-Reihe angekündigt, die seit dem 22. Juli 2026 im Handel ist. Sie führt die Stufen 8000, 8500, 9000 und 9900, verwendet also dieselben Zahlen wie die bisherige Reihe. Es gibt damit zwei Geräte namens 9900 Prestige, und sie liegen preislich weit auseinander.

MerkmalPrestige 9900 (hier im Test)Next-Generation Prestige 9900
ModellnummerHX9992HX9813 und HX9815
Preis189 Euro449,99 bis 649,99 Euro
Einstellungen5 Programme mal 3 Intensitätsstufen24 Einstellungen
Anzeigekeine, Bedienung über KnopfDisplay mit Zwölf-Segment-Mundkarte, LED-Leuchtring
SenseIQjaja, plus KI-Feedback zur Putzabdeckung

Philips bewirbt sie als bislang fortschrittlichste elektrische Zahnbürste des eigenen Programms. Die Neuerung ist die Mundkarte: Das Display teilt den Mund in zwölf Bereiche und zeigt nach dem Putzen, wo zu kurz gekommen ist, während ein Leuchtring am Handstück schon während des Putzens Rückmeldung gibt. Das ist die Funktion, die es bisher nur in der App gab, jetzt auf dem Gerät selbst. Ob das 260 Euro Aufpreis wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Am Antrieb und an SenseIQ, also an dem, was die Zähne sauber macht, ändert sich nach allem, was bisher bekannt ist, nichts. Eine Gegenüberstellung alt gegen neu veröffentlicht Philips bislang nicht.

Eine Abkündigung der alten Reihe gibt es ebenfalls nicht. HX9992/11 und /12 stehen weiter im Philips-Onlineshop und bei allen großen Händlern. Solange das so bleibt, ist die alte Prestige das deutlich vernünftigere Angebot.

Ersatzteile und Zubehör: die Folgekosten

Das Handbuch schreibt vor, den Bürstenkopf „alle drei Monate" zu wechseln oder früher, wenn die Borsten verschlissen aussehen. Vier Ersatzbürsten im Jahr also, und hier wird die Philips Sonicare DiamondClean 9900 Prestige spürbar teurer als ihr kleines Geschwistermodell.

TeilPreisPro Jahr
A3 Premium All-in-One, weiß, Zweierpackab 22,50 Eurorund 45 Euro
A3 Premium All-in-One, schwarz, Zweierpackab 28,99 Eurorund 58 Euro
C3-Köpfe der DiamondClean 9000 zum Vergleichab 8,75 Euro je Stückrund 35 Euro
Ersatz-Ladeetui (Drittanbieter)50,50 Eurobei Bedarf

Auch hier kostet die Farbe wieder Geld: Die schwarzen A3-Köpfe liegen rund 29 Prozent über den weißen, bei identischer Borste. Über drei Jahre summieren sich die Bürstenköpfe auf 135 bis 174 Euro und damit auf annähernd den Gerätepreis.

Ein Punkt, den man vor dem Kauf kennen sollte: Der Prestige liegt kein Ladeglas bei, sondern eine Ladestation und das USB-Reiseetui mit Ladefunktion. Das Etui ist praktisch, aber es ist auch ein Verschleißteil mit eingebautem Akku, und Ersatz gibt es nur beim Drittanbieter für rund 50 Euro. Die günstigere DiamondClean 9000 bringt stattdessen ein Ladeglas mit, an dem nichts kaputtgehen kann.

Prestige 9900, DiamondClean 9000 oder 9400?

Alle drei nutzen dieselbe Schallmechanik mit 62.000 Borstenbewegungen pro Minute. Der Aufpreis kauft in dieser Reihe ausschließlich Sensorik und Programme, keine höhere Rohleistung.

ModellPreisAndruckkontrolleProgramme
DiamondClean 9000134 bis 149 Eurooptischer Sensor, warnt per Vibration4
DiamondClean Smart 9400169,99 EuroSensor mit Leuchtring, App-Feedback4
Prestige 9900189,00 EuroSenseIQ, regelt selbsttätig herunter5

Unsere Einordnung: Die 55 Euro Aufpreis von der 9000 zur Prestige lohnen genau dann, wenn du weißt, dass du zu fest putzt. Das ist keine Kleinigkeit, denn zu festes Schrubben schadet dem Zahnfleisch mehr als eine Woche schlampiges Putzen. Wer dagegen ohnehin sanft putzt, bekommt bei der DiamondClean 9000 dieselbe Reinigungsmechanik samt Ladeglas für deutlich weniger und spart zusätzlich bei jedem Bürstenkopf.

Wer eine ganz andere Bauart erwägt, findet die Einordnung in unserem Vergleich elektrischer Zahnbürsten. Die aktuelle Studienlage sieht oszillierend-rotierende Geräte bei der Belagentfernung vorn, Schall folgt dahinter, und beide liegen weit vor der Handzahnbürste. Innerhalb der Schallzahnbürsten führt unser Vergleich Modelle ab rund 29 Euro.

Für wen sich die Prestige 9900 lohnt

Passt gut, wenn du erfahrungsgemäß zu viel Druck ausübst und eine Bürste willst, die das nicht nur meldet, sondern abfängt. SenseIQ ist die einzige Funktion in dieser Preisklasse, die selbsttätig eingreift, und sie ist der Grund, warum es dieses Gerät gibt. Ebenfalls passend, wenn du das Ladeetui wirklich nutzt, also viel unterwegs bist, denn dann ersetzt es ein separates Reise-Ladegerät.

Passt nicht, wenn dich vor allem der Testsieger-Titel überzeugt hat. Der ist von 2021, und das aktuelle Testfeld ist ein anderes. Ebenso wenig passt sie, wenn du auf die Folgekosten achtest: Die A3-Köpfe sind die teuersten im Philips-Programm, und über drei Jahre kostet das Verbrauchsmaterial fast so viel wie die Bürste. Und wenn du sanft putzt, zahlst du für eine Automatik, die bei dir nie eingreift.

Häufig gestellte Fragen zur Philips Sonicare 9900 Prestige

Wie gut ist die Philips Sonicare 9900 Prestige?

Sie war Gesamttestsieger der Stiftung Warentest in Ausgabe 12/2021 und bekam in der Disziplin Zahnreinigung die Bestnote „sehr gut (1,4)". Im aktuellen Test vom 18. November 2025 mit 48 Modellen ist sie nicht mehr vertreten. Ihr technisches Alleinstellungsmerkmal SenseIQ funktioniert unverändert und ist in dieser Preisklasse einzigartig.

Was ist der Unterschied zwischen Sonicare 9000 und 9400?

Beide haben dieselbe Schallmechanik, vier Putzprogramme und drei Intensitätsstufen. Die 9400 ergänzt einen Leuchtring am Handstück und ein ausführlicheres App-Feedback und kostet rund 36 Euro mehr. An der Reinigungsleistung ändert sich nichts. Beide warnen nur bei zu viel Druck, während erst die Prestige 9900 die Intensität selbst zurücknimmt.

Welche Sonicare von Philips ist die beste?

Technisch die Prestige 9900, weil nur sie SenseIQ mit automatischer Regelung hat. Preislich vernünftiger ist meist die DiamondClean 9000, die dieselbe Mechanik für 134 bis 149 Euro bietet, ein Ladeglas mitbringt und günstigere Bürstenköpfe nutzt. Seit Juli 2026 gibt es zusätzlich eine Next-Generation-Reihe ab 349,99 Euro.

Wie lange hält der Akku der Prestige 9900?

Philips nennt dazu keine Zahl, weder auf der Produktseite noch im Handbuch. Dort steht nur, das Gerät biete mehrere Wochen Nutzung je Ladung, abhängig von der Häufigkeit. Kursierende Angaben wie 120 Minuten Laufzeit ließen sich auf keine Herstellerquelle zurückführen, deshalb geben wir sie nicht weiter.

Wie oft muss man den Bürstenkopf wechseln?

Alle drei Monate laut Handbuch, früher bei sichtbarem Verschleiß. Der A3-Kopf trägt einen BrushSync-Chip und erinnert selbst daran. Ein Zweierpack kostet ab 22,50 Euro in Weiß und ab 28,99 Euro in Schwarz.

Warum kostet dieselbe Prestige 9900 einmal 189 und einmal 300 Euro?

Die teureren Modellnummern HX9992/43 und /44 enthalten vier Bürstenköpfe statt einem. Das erklärt aber nur 34 bis 45 Euro der Differenz von rund 100 Euro. Der Rest ist Preisspreizung im Handel. Günstiger fährt, wer die 189-Euro-Variante nimmt und Köpfe einzeln nachkauft.

Was ist der Unterschied zur neuen Prestige 9900 für 449 Euro?

Das ist die Next-Generation-Reihe mit den Modellnummern HX9813 und HX9815, im Handel seit dem 22. Juli 2026. Sie bietet 24 Einstellungen, ein Display mit Zwölf-Segment-Mundkarte und einen LED-Leuchtring für Echtzeit-Feedback. SenseIQ bleibt erhalten. Das hier getestete Gerät trägt die Nummer HX9992.

Fazit: Philips Sonicare 9900 Prestige Test

Die Prestige 9900 ist ein sehr gutes Gerät mit einem Alleinstellungsmerkmal, das seinen Namen verdient: SenseIQ misst hundertmal pro Sekunde und nimmt die Leistung zurück, bevor das Zahnfleisch leidet. Wer zu fest putzt, findet in dieser Preisklasse nichts Vergleichbares, und dafür sind 189 Euro angemessen.

Verkauft wird sie allerdings mit einem Argument, das nicht mehr trägt. Der Testsieg stammt aus dem Jahr 2021, die zitierte Bestnote galt einer Einzeldisziplin, und im aktuellen Warentest mit 48 Modellen steht das Gerät nicht mehr. Dazu kommen die höchsten Bürstenkopfkosten im Philips-Programm und ein Hersteller, der auf der eigenen Produktseite weder Akkulaufzeit noch Programmanzahl nennt. Wer sanft putzt, ist mit der DiamondClean 9000 besser bedient und spart doppelt, beim Gerät und bei jedem Bürstenkopf.

Fazit: Philips 9900 Prestige

4,3von 5
Philips Sonicare 9900 Prestige Schallzahnbürste

Das Spitzenmodell mit automatischer Leistungsanpassung. Technisch führend, preislich aber schwer zu rechtfertigen, wenn die 5300 fast dasselbe putzt.

Dafür
  • SenseIQ regelt bei zu viel Druck selbsttätig herunter, statt nur zu warnen
  • Gesamttestsieger der Stiftung Warentest 12/2021, Zahnreinigung sehr gut (1,4)
  • Fünf Putzprogramme inklusive Sensitive
  • Ladestation und USB-Ladeetui liegen bei
  • Preis seit dem Testsieg deutlich gefallen
Dagegen
  • Der Testsieg ist von 2021, im Test von 2025 fehlt das Gerät
  • Philips nennt weder Akkulaufzeit noch Ladezeit noch die Programme
  • A3-Bürstenköpfe sind die teuersten im Philips-Programm
  • Kein Ladeglas, das Ladeetui ist ein Verschleißteil mit Akku
  • Vier Modellnummern derselben Reihe mit über 100 Euro Unterschied
Bedienung:4.5 out of 5 stars
Features:5 out of 5 stars
Reinigung:5 out of 5 stars
Preis:2.5 out of 5 stars

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Häufige Fragen
Wie wird die Philips Sonicare 9900 HX9992/11 geladen?

Im Lieferumfang erhältst du mit diesem Gerät ein Ladeglas und ebenfalls ein Reiseladeetui. Das Ladeglas kann im Bad auch zum Aufbewahren der Zahnbürste eingesetzt werden, während das Etui für unterwegs ideal geeignet ist.

Kann man die Philips Sonicare 9900 HX9992/11 auch über die App mit zwei Personen nutzen?

Die Zahnbürste selbst kann leicht durch zwei Personen genutzt werden, indem du einfach die Bürstenköpfe wechselt. Die App lässt sich jedoch nicht für zwei unterschiedliche Benutzerprofile einsetzen.

Können auch Kinder die Philips Sonicare 9900 HX9992/11 nutzen?

Grundsätzlich können größere Kinder dieses Modell gut nutzen, zumal eine niedrigere Intensitätsstufe gewählt werden kann. Es werden jedoch auch Modelle angeboten, die speziell für Kinder ausgelegt sind und sich deren Bedürfnissen besser anpassen können.

Wie merkt man beim Putzen, wann der Quadrant gewechselt werden soll?

Diese Zahnbürste besitzt einen Timer, der dir nicht nur die gesamte Putzzeit anzeigt, sondern auch durch ein Vibrieren anzeigt, wann du den Quadranten wechseln musst.

Können die Zähne mit dieser Schallzahnbürste erhellt werden?

Bei diesem Gerät findest du einen speziellen Modus zum Erhellen der Zähne vor. Am besten kann dieser Modus zusätzliche zum normalen Reinigungsprogramm eingesetzt werden.

Braucht man eine spezielle Zahnpasta für diese Zahnbürste?

Nein, du kannst diese Schallzahnbürste mit der Zahnpasta deiner Wahl einsetzen. Es gilt jedoch zu beachten, dass eine gute Zahnpasta erheblich zur Zahnpflege beiträgt.

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