
Schimmel in der Munddusche entsteht fast immer an derselben Stelle: im Restwasser, das nach dem Gebrauch im Tank, im Schlauch oder in der Düse stehen bleibt. Das Gerät steht warm und feucht im Bad, und ein paar Milliliter reichen. Wer nach jeder Anwendung dreißig Sekunden investiert, hat das Problem nicht. Hier steht, wie die Reinigung aussieht, was gegen Kalk hilft und was zu tun ist, wenn sich im Schlauch schon dunkle Flecken zeigen.
Das dauert zusammen weniger als eine Minute. Wer es weglässt, merkt es nach ein paar Wochen am Geruch, bevor man etwas sieht. Ein muffiger Geruch beim Einschalten ist das erste Warnzeichen, nicht der schwarze Punkt im Schlauch.
Zu unterscheiden sind drei Dinge, die im Gerät auftauchen und leicht verwechselt werden:
Bei Schimmel im Tank oder an der Düse: Beides abnehmen, mit warmem Wasser und Spülmittel gründlich reinigen, dabei die Dichtung herausnehmen, wenn sie sich lösen lässt. Anschließend eine Entkalkungslösung durchlaufen lassen und mit klarem Wasser nachspülen. Düsen sind Verschleißteile und kosten wenige Euro, im Zweifel ersetzen statt retten.
Bei Schimmel im Schlauch sieht es anders aus. Der Schlauch ist bei den meisten Standgeräten fest verbaut und lässt sich weder herausnehmen noch von innen ausbürsten. Man kann mehrfach eine Essiglösung durchpumpen, und bei leichtem Befall reicht das. Sitzt der Belag fest, bekommt man ihn nicht mehr heraus, und dann gehört das Gerät ausgetauscht. Ein Gerät, durch das man täglich Wasser in den Mund leitet, ist der falsche Ort für Kompromisse.
Deshalb ist die Bauweise beim Kauf ein Thema. Standgeräte mit Schlauch haben große Tanks und mehr Druck, aber eben diesen Schlauch. Akkugeräte mit Tank im Griff haben keinen, dafür kleinere Tanks. Welche Modelle wir empfehlen, steht im Mundduschen-Vergleich.
Wie oft, hängt am Wasser. Bei weichem Wasser reicht alle zwei Monate, bei hartem Wasser ist alle vier Wochen sinnvoll. Den Härtegrad nennt der örtliche Wasserversorger auf seiner Seite.
Ablauf in beiden Fällen gleich: Lösung in den Tank, Gerät über dem Waschbecken laufen lassen, bis etwa die Hälfte durch ist, dann zehn Minuten stehen lassen und den Rest durchlaufen lassen. Danach zwingend zwei volle Tanks klares Wasser hinterher, sonst schmeckt die nächste Anwendung danach.
Was nicht ins Gerät gehört: Chlorreiniger, Backofenspray, Gebissreiniger-Tabs und alles, was als ätzend gekennzeichnet ist. Sie greifen Dichtungen und Kunststoff an, und Reste davon gehen beim nächsten Mal in den Mund. Auch Kamillentee oder andere Hausmittel zur Desinfektion sind keine gute Idee, weil ihre Rückstände selbst einen Nährboden bilden. In das Gerät gehören Wasser, Entkalkungslösung und allenfalls eine für Mundduschen freigegebene Spüllösung nach Herstellerangabe.
Die meisten Ausfälle haben eine von vier Ursachen, und drei davon lassen sich selbst beheben.
Wie die Anwendung selbst aussieht, also Druckstufe, Reihenfolge und Führung des Strahls, steht unter Munddusche richtig verwenden. Was bei Implantaten und Zahnersatz zu beachten ist, unter Munddusche bei Implantaten.
Tank und Düse abnehmen und mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen, Dichtung herausnehmen, danach eine Entkalkungslösung durchlaufen lassen. Im Schlauch eines Standgeräts lässt sich Schimmel dagegen meist nicht zuverlässig entfernen, weil er fest verbaut ist. Dann gehört das Gerät ersetzt.
Tank leeren und trocknen nach jedem Gebrauch, entkalken alle vier bis acht Wochen je nach Wasserhärte. Die Düse alle drei bis sechs Monate wechseln.
Mit Zitronensäure oder stark verdünntem Haushaltsessig, alternativ mit dem Entkalker des Herstellers. Danach zwei volle Tanks klares Wasser durchlaufen lassen. Keine Chlorreiniger und nichts, was als ätzend gekennzeichnet ist.
In den meisten Fällen ist die Düse verkalkt oder verschlissen. Erst das Gerät entkalken, dann die Düse tauschen. Bleibt der Druck schwach, prüfe den Ansaugfilter im Tankboden auf Ablagerungen.
Nur verdünnt und nur, wenn der Hersteller es freigibt. Unverdünnte Spüllösungen greifen bei manchen Geräten die Dichtungen an. Danach den Tank mit klarem Wasser durchspülen, sonst bleiben Rückstände im Schlauch.
Bei den gängigen Akkugeräten ist er fest verbaut und nicht zum Wechsel vorgesehen. Ein Öffnen des Gehäuses beendet Gewährleistung und Dichtigkeit. Innerhalb der Gewährleistungsfrist beim Händler reklamieren.