
Eine Schallzahnbürste wird nicht geschrubbt, sondern geführt: aufsetzen, kurz verweilen, weiterrücken, ohne Druck. Das ist die wichtigste Umstellung für alle, die von der Handzahnbürste kommen, und sie fällt schwerer, als sie klingt. Wer weiter schrubbt, holt nicht nur weniger aus dem Gerät heraus, sondern schadet dem Zahnfleisch.
Der letzte Punkt ist der, den am wenigsten Menschen kennen und der am wenigsten kostet: Zahnpasta ausspucken und den Mund nicht nachspülen. Das Fluorid bleibt so länger an den Zähnen.
Zu festes Putzen ist eine der häufigsten Ursachen für zurückgehendes Zahnfleisch und freiliegende Zahnhälse, und zurückgegangenes Zahnfleisch wächst nicht nach. Bei einer elektrischen Zahnbürste ist das Risiko sogar größer als bei der Handzahnbürste, weil man den Druck bei laufendem Motor schlechter einschätzt.
Deshalb ist die Andruckkontrolle das einzige Ausstattungsmerkmal, dessen Nutzen wirklich belegt ist. Sie warnt, wenn du zu fest aufdrückst, und manche Geräte drosseln dabei automatisch. Bei Oral-B stoppt schon das Einstiegsmodell für unter 40 Euro die Pulsationen, bei Philips beginnt die Funktion mit der Sonicare 3100 für rund 46 Euro. Alles darüber, also Display, App und Programmvielfalt, ist Komfort.
Wer kein Gerät mit Andruckkontrolle hat, kann es trotzdem prüfen: Biegen sich die Borsten beim Putzen sichtbar zur Seite, ist der Druck zu hoch. Ein zweiter Hinweis sind Bürstenköpfe, die schon nach sechs Wochen ausgefranst aussehen.
Drei Situationen brauchen eine Anpassung der Technik.
Die Hersteller schreiben übereinstimmend einen Wechsel alle drei Monate vor, früher bei sichtbarem Verschleiß. Viele Oberklassemodelle erinnern selbst daran, weil ein Chip im Kopf die Nutzung mitzählt. Von Hand erkennst du den Zeitpunkt daran, dass sich die Borstenspitzen nach außen biegen: Dann reinigen sie die Zwischenräume nicht mehr.
Ein Preishinweis, der über die Jahre mehr ausmacht als der Gerätepreis: Originalbürstenköpfe kosten im Herstellershop regelmäßig fast das Doppelte des Preisvergleichs. Bei vier Wechseln im Jahr summiert sich das über drei Jahre auf 60 bis 174 Euro, je nach Marke.
Nach dem Putzen den Kopf abspülen und aufrecht trocknen lassen, nicht in einem geschlossenen Behälter aufbewahren. Welche Geräte wir empfehlen, steht im Schallzahnbürsten-Vergleich mit neun Modellen.
Zwei Minuten, aufgeteilt in vier Bereiche zu je 30 Sekunden. Die meisten Geräte melden den Wechsel und schalten am Ende ab. Manche Programme laufen länger, etwa für Zahnfleischpflege oder Aufhellen.
Nein, im Gegenteil. Die Bürste wird nur geführt und verweilt kurz an jedem Zahn. Schrubben schadet dem Zahnfleisch und verbessert die Reinigung nicht.
So wenig, dass sich die Borsten nicht sichtbar zur Seite biegen. Geräte mit Andruckkontrolle warnen, wenn es zu viel wird, manche drosseln automatisch. Diese Funktion gibt es bei Oral-B ab unter 40 Euro und bei Philips ab rund 46 Euro.
Besser nicht. Ausspucken reicht. Wer mit Wasser nachspült, entfernt das Fluorid, bevor es auf den Zahnschmelz wirken konnte.
Alle drei Monate, früher wenn sich die Borstenspitzen nach außen biegen. Ausgefranste Köpfe nach sechs Wochen sind ein Hinweis darauf, dass zu fest geputzt wird.

Hallo,
ich habe einen teilweise herausnehmbaren Zahnersatz. Wie putze ich meine Zähne richtig mit der Schallzahnbürste? Nehme ich den Zahnersatz heraus und putze die Zähne und dann den Zahnersatz ???
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichem Gruß
P. Leßmann
Hallo Frau Leßmann,
ich würde die richtige Vorgehensweise unbedingt mit einem Zahnarzt absprechen. Weitere Tipps zur Mundpflege bei Zahnersatz finden Sie hier https://www.zahnpflegeland.de/munddusche/implantate-und-zahnersatz/