Die 10 wichtigsten Tipps für die perfekte Zahnpflege

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance und ein schönes Lächeln gehört dazu. Um gut anzukommen, sollte man seine Zähne hegen und pflegen, denn sie wachsen beim erwachsenen Menschen nicht mehr nach. Ist der Zahn krank und kaputt, kommt erst der Zahnarzt mit dem Bohrer und wenn das nichts mehr hilft, die dritten Zähne. Die Zahngesundheit sollte man also nicht auf die leichte Schulter nehmen. Starke, saubere und gut mineralisierte Zähne kommen nicht von selbst. Aber wer jeden Tag etwas Zeit investiert und einige einfache Regeln beachtet, kann sein Lächeln bis ins hohe Alter schön erhalten und muss keine Angst vorm Zahnarzt haben.

Zahnpflege - Gesunde Zähne

Gesunde Zähne kann jeder haben

1) Zweimal täglich Zähne putzen

Durch Essen und Speichel entsteht im Mund sogenannte Plaque, ein Film aus Bakterien. Die dadurch entstehenden Säuren greifen die empfindliche Zahnoberfläche an und begünstigen die Entstehung von Karies und Parodontose. Die Zähne werden krank und man bekommt Mundgeruch. Um das zu verhindern, hilft nur regelmäßiges putzen. Je weniger Säure im Mund und je sauberer die Zähne, desto gesünder sind sie auch und der Atem bleibt frisch. Die Beläge auf den Zähnen müssen mindestens zwei Mal täglich mit einer Zahnbürste mechanisch weggeputzt werden. Man sollte für das Zähne putzen jeweils mindestens drei Minuten einplanen und darauf achten, auch die Backenzähne, die Rückwände und schwierig erreichbare Stellen von Belägen zu befreien.

2) Zahnseide oder Interdentalbürsten verwenden

Trotz ausgiebigem und gründlichem Zähneputzen, erreicht man mit der Zahnbürste nur rund 70 Prozent der Zahnoberfläche. Um die Zahnzwischenräume zu erreichen, sind Zahnseide und Interdentalbürsten wichtige Hilfsmittel. Die engen Zwischenräume sind besonders anfällig für Karies und Parodontitis, daher empfiehlt es sich einmal täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten zu verwenden, eventuell auch öfter, etwa um nach einem Essen Speisereste aus den Zwischenräumen zu entfernen. Dabei immer auf das Zahnfleisch achten, wer zu enthusiastisch mit der Zahnseide umgeht, der kann das Zahnfleisch damit verletzen und Zahnfleischbluten auslösen. Hierfür ist auch sehr gut eine Munddusche geeignet – *mehr dazu hier*.

3) Mundspülung nicht vergessen

Wer nach dem Zähne putzen eine Mundspülung verwendet, der ist immer auf der sicheren Seite und kann sich frischen Atems erfreuen. Während die Zahnbürste die Beläge entfernt, helfen antibakterielle Mundspülungen dabei, den Säuregehalt im Mund zu reduzieren und die schädlichen Bakterien zu eliminieren. Ein angenehmes Frischegefühl ist da ein willkommener Nebeneffekt. Mundspülung kann nach jedem Zähneputzen oder eben nach Bedarf angewendet werden. Für die korrekte Gurgelzeit die Packungsbeilage beachten!

4) Achtung bei aufhellenden Zahncremes

Aufhellende Zahnpasten und Kaugummis sind seit mehreren Jahren sehr populär, doch sie sind nicht so gut für die Zähne, wie man meinen sollte. Sie enthaltenen Schleifkörper und Bleichsubstanzen wie Wasserstoffperoxid, um Verfärbungen von den Zähnen zu lösen. Meist sind die Konzentrationen so gering, dass sie nicht wirklich bleichen. Aber die Schleifkörper greifen den Zahnschmelz an und können auf die Dauer echten und unwiderruflichen Schaden anrichten, ohne das der Betroffene wenigstens weiße Zähne hat. Stattdessen wird der schützende Zahnschmelz abgetragen und der Zahn verwundbar.

5) Zungenreinigung nicht vergessen

Besonders auf der Zungenoberfläche vermehren sich Bakterien leicht. Daher sollte man unbedingt zusätzlich zur Mundspülung, die Zungenoberfläche reinigen. Man kann das mit der Zahnbürste oder mit einem Zungenschaber machen, hauptsache regelmäßig und sanft. Das Ergebnis ist sehr gut sichtbar. Wer einen Film auf seiner Zunge entdeckt, für den ist es höchste Zeit für eine Zungenreinigung. Die Bakterienanzahl in der gesamten Mundhöhle wird dadurch deutlich reduziert.

6) Elektrische Zahnbürste verwenden

Die neuen elektrischen Zahnbürsten, wie die von uns getesteten Schallzahnbürsten (*hier im Vergleich*), sind sehr effektiv und reinigen die Zähne durch kleinere Bürstenköpfe und schnellere Bewegungen sehr gut und gründlich. Auch schwer zugängliche Bereiche der Mundhöhle sind mit diesen Zahnbürsten leichter zu putzen und fühlen sich danach  glatt und sauber an. Eine Druckkontrolle und der Timer helfen, das Zahnfleisch zu schonen und die richtige Zeit einzuhalten.

Die kleinen rotierenden Bürstenköpfe reinigen mit hochfrequenten Drehbewegungen besser als herkömmliche Zahnbürsten und sind mit ihrer einfachen Handhabung auch für Kinder geeignet. Elektronische Schallzahnbürsten arbeiten statt mit einem konventionellen Elektromotor mit Schallenergie im Hochfrequenzbereich. Diese High-Tech Bürsten rotieren mit bis zu 30.000 Bewegungen pro Minute und putzen so extrem effizient die Beläge weg. Außerdem wird das Zahnfleisch durch den Schall besser durchblutet und zur Zellaktivierung angeregt. Das Resultat ist weniger Plaque, weniger Bakterien und eine bessere Mundflora.

7) Lieber weiche Bürsten bei der Handzahnbürste

Wer lieber mit einer herkömmlichen Zahnbürste putzt, der sollte unbedingt darauf achten, die richtige Härte für das eigene Zahnfleisch zu wählen. Auch Zahnbürsten mit verschieden langen Borsten und eher kleinen Köpfen, sowie Gelenken für mehr Flexibilität und den Schutz des Zahnfleischs vor mehr Druck, sind empfehlenswert. Die Borsten sollten abgerundete Enden haben und nicht zu hart sein. Zu harte Borsten schädigen das relativ weiche Dentin, die Zahnsubstanz die bei freiliegenden Zahnhälse und Wurzeloberflächen zum Vorschein kommt. Eine zu harte Bürste kann auch zu zurückgehendem Zahnfleisch und Zahnfleischbluten führen.

Wer empfindliches Zahnfleisch hat, sollte unbedingt eine weiche Bürste verwenden. Auch zu beachten ist die Putzrichtung vom Zahnfleisch zum Zahn, nicht anders herum, um das Zahnfleisch zu schonen und gegen den Zahnfleischrückgang zu arbeiten. Die weichen Bürsten entfernen Verfärbungen und Plaque genauso gut wie harte Bürsten. Es gibt also keinen Grund, sich sein Zahnfleisch weg zu schrubben.

8) Regelmäßig die Zahnbürste bzw. Bürstenköpfe wechseln

Zahnbürsten sind Verbrauchsartikel und nicht besonders teuer. Es spricht also nichts gegen einen regelmäßigen Austausch. Im Gegenteil, sie nutzen sich schnell ab und können scharfe Kanten entwickeln, die das Zahnfleisch schädigen. Außerdem siedeln sich auch Bakterien, Pilzen und Viren an. Spätestens wenn sich die Borsten verbiegen muss die Bürste in den Müll, aber besser ist es alle zwei Monate eine neue Zahnbürste zu kaufen. Das gilt auch für die Bürstenköpfe elektrischer Zahnbürsten.

9) Zur professionellen Zahnreinigung gehen

Mindestens einmal pro Jahr sollte man sich eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt gönnen. Ein Dentalhygieniker oder ein Zahnarzt entfernt die Zahnbeläge und Verfärbungen und poliert und fluoridiert die Zähne. Danach sind sie glatt, sauber und weiß. Es lohnt sich also auch mal etwas in die Zahngesundheit zu investieren.

10) Gesundes Essen für gesunde Zähne

Nicht nur für die Haut und die Verdauung sind naturbelassene Lebensmittel optimal, auch die Zähne erfreuen sich an Vollkornlebensmitteln mit wenig Zucker, etwa Vollkornbrot, Rohkost, Obst und Vollkorngetreide. Auch kräftiges Kauen hilft den Zähnen gesund zu bleiben und unterstützt den Speichelfluss, der wiederum antibakteriell wirkt. Frisches Obst und Gemüse versorgen den Körper mit wertvollen Vitamine und Spurenelemente und in Milch und Milchprodukten ist Vitamin D und Kalzium, welches die Knochen und Zähne stärkt. Besonders Käse ist gut für die Zähne. Das enthaltene Fett legt sich wie ein schützender Film um die Zähne und das Kalzium wirkt zusätzlich remineralisierend.

Der letzte Tipp: Regelmäßig zum Zahnarzt gehen!

Mindestens ein Mal pro Jahr muss jeder zur Vorsorgeuntersuchung, auch wenn nichts im Mund weh tut. Wer furchtbare Angst hat, sollte sich einen Termin bei einem auf Angstpatienten spezialisierten Zahnarzt geben lassen. Da gibt es keine Ausreden. Und nun: Lächeln!

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  • 9. Dezember 2016
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